Eigene NTP-Server mit systemd-timesyncd unter Debian 12 konfigurieren¶
🧩 Übersicht¶
Debian 12 verwendet standardmäßig systemd-timesyncd als NTP-Client zur Zeitsynchronisation.
Dieser Eintrag beschreibt, wie eigene NTP-Server hinzugefügt und die Synchronisation überprüft werden.
⚙️ 1. Aktiven NTP-Dienst ermitteln¶
Zuerst prüfen, welcher Zeitsynchronisationsdienst aktiv ist:
Wenn systemd-timesyncd.service aktiv ist, kann dieser konfiguriert werden.
🧱 2. Konfigurationsdatei bearbeiten¶
Öffne die Datei /etc/systemd/timesyncd.conf mit Root-Rechten:
Füge im Abschnitt [Time] die gewünschten Server hinzu:
Erläuterung:
- NTP=: Primäre Server, die für die Synchronisation genutzt werden.
- FallbackNTP=: Alternative Server, falls die primären nicht erreichbar sind.
🧮 3. Dienst neu starten¶
Nach der Anpassung den Dienst neu starten und aktivieren:
🔍 4. Synchronisationsstatus prüfen¶
Mit timedatectl¶
oder detailliert:
Beispielausgabe:
Mit journalctl¶
Damit lässt sich erkennen, wann und mit welchem Server die letzte Synchronisation erfolgte.
🧾 5. Alternative: Drop-in-Konfiguration¶
Für Update-sichere Anpassungen empfiehlt sich eine eigene Konfigurationsdatei:
Inhalt:
Danach:
✅ Zusammenfassung¶
| Schritt | Beschreibung | Befehl |
|---|---|---|
| Dienst prüfen | Welcher Zeitdienst läuft | systemctl list-units --type=service |
| NTP-Server eintragen | Datei bearbeiten | /etc/systemd/timesyncd.conf |
| Dienst neu starten | Änderungen aktivieren | sudo systemctl restart systemd-timesyncd |
| Status prüfen | Synchronisation überprüfen | timedatectl show-timesync |
📚 Referenzen¶
man systemd-timesyncd.serviceman timesyncd.conf- Debian Handbuch: https://wiki.debian.org/NTP