Debian persistent eth
Voraussetzungen¶
- Root-Zugriff
- MAC-Adressen beider Interfaces bekannt
Schritt 1: MAC-Adressen ermitteln¶
Beispielausgabe:
2: enp2s0f0: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> ...
link/ether aa:bb:cc:dd:ee:01 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
3: enp2s0f1: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> ...
link/ether aa:bb:cc:dd:ee:02 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
Schritt 2: Link-Dateien erstellen¶
Für jedes Interface eine eigene .link-Datei anlegen:
Hinweis: Die Nummerierung (10-, 20-) bestimmt die Verarbeitungsreihenfolge.
Die gewünschten Interface-Namen (eth0,eth1) können frei gewählt werden.
Schritt 3: System neu starten¶
⚠️ Wichtig: Ein
systemctl restart systemd-networkdreicht nicht aus.
Die Link-Dateien werden nur beim Booten während der Kernel-Geräteerkennung ausgewertet.
Ein vollständiger Reboot ist zwingend erforderlich.
Schritt 4: Ergebnis prüfen¶
Nach dem Reboot:
Die Interfaces sollten nun dauerhaft als eth0 und eth1 erscheinen.
Hintergrund¶
Debian 13 verwendet standardmäßig Predictable Network Interface Names (z.B. enp2s0f0).
Bei Supermicro-Boards mit zwei NICs kann die PCIe-Enumeration nicht-deterministisch sein,
wodurch sich die Zuordnung bei jedem Boot ändern kann. Die .link-Dateien erzwingen
eine feste Bindung über die unveränderliche MAC-Adresse.